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	<title>Dr. Ullrich Schäfer</title>
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		<title>Dieselruß und Sommer-Smog als Wegbereiter von Allergien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 13:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Informationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was lange Spekulation war, wird immer mehr zur Gewissheit: Schuld an der Zunahme allergischer Erkrankungen ist auch die Luftverschmutzung. Vor allem die feinen Staubpartikel im Dieselruß scheinen bei der Entstehung von Allergien gleich in mehrerer Hinsicht eine wichtige Rolle zu spielen: Zunächst können sie unabhängig vom Kontakt mit der Substanz, auf die eine Person allergisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="acontent">Was lange Spekulation war, wird immer mehr zur Gewissheit: Schuld an der Zunahme allergischer Erkrankungen ist auch die Luftverschmutzung.<span id="more-112"></span> Vor allem die feinen Staubpartikel im Dieselruß scheinen bei der Entstehung von Allergien gleich in mehrerer Hinsicht eine wichtige Rolle zu spielen: Zunächst können sie unabhängig vom Kontakt mit der Substanz, auf die eine Person allergisch reagiert, in den Schleimhäuten der Atemwege eine Entzündungsreaktion hervorrufen – ähnlich der, die bei Heuschnupfen oder allergischem Asthma abläuft. Bei Menschen, die allergisch gegen Substanzen wie Pollen sind, verstärken die Rußpartikel darüber hinaus die Produktion von Antikörpern und Botenstoffen, die die allergische Reaktion steuern. Folge: Durch die Einwirkung von Dieselruß leiden sie unter besonders heftigen Beschwerden.</p>
<p>Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass die Abgase bei Menschen mit entsprechender genetischer Veranlagung eine allergische Überempfindlichkeit verursachen können, zu der es ohne den Dieselruß gar nicht kommen würde. Frau Professor Dr. Heidrun Behrendt, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI): „Es sieht tatsächlich so aus, als führe bei manchen Menschen erst die zusätzliche Belastung mit Dieselruß dazu, dass sich eine Allergie entwickelt.“</p>
<h2>Städter haben öfter Allergien</h2>
<p>Untermauert werden diese Studienergebnisse durch den Vergleich von Menschen in städtischen Ballungsgebieten mit Personen aus ländlichen, verkehrsarmen Regionen: Bei Städtern lassen sich häufiger allergischer Schnupfen und Asthma-Symptome nachweisen als bei der Landbevölkerung. Dabei wird das Allergierisiko umso größer, je stärker die Verkehrsbelastung ist. Wer an einer Allergie leidet, sollte nach Auskunft von Professor Behrendt einen allergologisch ausgebildeten Facharzt aufzusuchen. Ein Allergologe kann Allergien eindeutig diagnostizieren und eine angemessene Therapie in die Wege leiten. „Häufig ist mithilfe der spezifischen Immuntherapie eine ursächliche Behandlung möglich, etwa im Falle von Pollenallergien“, so Behrendt. Bei der spezifischen Immuntherapie, die auch als Hyposensibilisierung oder „Allergie-Impfung“ bezeichnet wird, injiziert der Arzt dem Patienten über einen längeren Zeitraum Lösungen, die die Substanz enthalten, auf die dieser allergisch reagiert. Behrendt: „Dadurch kann sich das Immunsystem an die Allergieauslöser gewöhnen und setzt, zum Beispiel wenn die Pollen fliegen, keine Abwehrreaktion mehr in Gang.“ Bei Pollenallergien beträgt die Erfolgsquote der Behandlung bis zu 90 Prozent.“</p>
<h2>Dieselruß macht Pollen aggressiver</h2>
<p>Neben seinen Wirkungen im menschlichen Organismus kann Dieselruß auch die Allergieauslöser beeinflussen und sie aggressiver machen. „Pollen in Industrieregionen und an viel befahrenen Straßen sind auffällig stark an Staubpartikel aus dem Dieselruß gebunden. Dadurch werden die allergieauslösenden Eigenschaften potenziert. Die für die allergische Reaktion verantwortlichen Proteine, die so genannten Allergene, treten dann vermehrt an die Oberfläche der Pollen“, erklärt Behrendt. Als Folge der Wechselwirkungen zwischen Pollen und Dieselruß entsteht ein gefährliches, mit großen Allergen-Mengen angereichertes Staub-Luft-Gemisch. Die feinen Staubpartikel können Allergene so bis in die kleinsten Atemwege transportieren. So werden heftige Asthmaattacken ausgelöst. Derselbe Mechanismus wird auch für kurzfristige, regionale Asthma-„Epidemien“ verantwortlich gemacht, die nach einem Frühlings- oder Sommergewitter immer wieder beobachtet werden: Durch den Regen quellen die Pollen auf, brechen auseinander und setzen Allergen in großer Menge frei. Die Allergene binden sich an die feinen Staubpartikel, werden gemeinsam mit ihnen eingeatmet und setzen in der Lunge die allergische Reaktion in Gang.</p>
<h2>Auch Stickoxide und Ozon verdächtig</h2>
<p>Einem anderen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Allergien sind Forscher der Technischen Universität München um Dr. Ulrich Pöschl auf der Spur. Die Wissenschaftler befassen sich mit Stickoxiden und Ozon – beides Schadstoffe, die ebenfalls in erster Linie im Straßenverkehr frei gesetzt werden. Offensichtlich kann eine Mischung aus Stickoxiden und Ozon in der Luft Allergieauslöser so verändern, dass das menschliche Immunsystem sehr rasch eine Überempfindlichkeit gegen sie entwickelt. Die allergische Reaktion gegen diese Allergene fällt außerdem besonders heftig aus. Wie Pöschl und seine Mitarbeiter feststellten, sind im normalen Münchener Stadtstaub bereits 0,1 Prozent aller Proteine (die meisten Allergene sind Proteine) durch Stickoxide und Ozon verändert. Birkenpollen, die die Forscher an einer viel befahrenen Münchener Straßenkreuzung deponierten, wiesen nach einigen Tagen zu zehn Prozent die Allergie-fördernden Eigenschaften auf. Als die Wissenschaftler im Labor die Bedingungen eines „typischen“ Sommer-Smog-Tages mit hohen Luftkonzentrationen von Ozon und Stickoxiden imitierten, wurden sogar bis zu 20 Prozent der Pollen aggressiv. Demnach scheinen Luftschadstoff-Konstellationen, wie sie vor allem an heißen Tagen in Städten vorkommen, Allergien in besonderer Weise zu fördern.´</p>
<p><u>Quelle:</u></p>
<p>ÄDA-/DGAKI &#8211; Pressekontakt, Bodelschwinghstr. 17, 22337 Hamburg, Tel.: 040 &#8211; 501 113-44, FAX: 040 &#8211; 591 845, <u>Email:</u> vonderlage@mastermedia.de</p>
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		<title>Muskelkater</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport - Laufen und Walking]]></category>

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		<description><![CDATA[Muskelkater &#8211; verzögerter Muskelschmerz von etwa einwöchiger Dauer &#8211; tritt bevorzugt nach ungewohnten Abbremsbewegungen auf, bei denen der arbeitende Muskel durch äußere Kräfte gedehnt wird (exentrische Kontraktionen). Diese Kräfte führen zu Sarkomerenrissen bei einem Teil der Fasern vor allem im Bereich der Z-Scheiben. Der Schmerz entsteht sekundär vermutlich durch Autolyse der zerstörten Faserstrukturen und Ödeme. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="acontent">Muskelkater &#8211; verzögerter Muskelschmerz von etwa einwöchiger Dauer &#8211; tritt bevorzugt nach ungewohnten Abbremsbewegungen auf, bei denen<span id="more-24"></span> der arbeitende Muskel durch äußere Kräfte gedehnt wird (exentrische Kontraktionen).</p>
<p id="acontent">Diese Kräfte führen zu Sarkomerenrissen bei einem Teil der Fasern vor allem im Bereich der Z-Scheiben. Der Schmerz entsteht sekundär vermutlich durch Autolyse der zerstörten Faserstrukturen und Ödeme. Eine seltenere form gibt es nach langdauerndem intensiv Stoffwechsel wie zum Beispiel nach Marathonläufen; hierbei lassen sich Entzündungsreaktionen mit Leukozyteneinwanderung nachweisen. Muskelkater ist durch die gleiche Bewegung für mehrer Wochen nicht erneut auslösbar. Er hinterlässt keine bleibenden Schäden. Er wird durch Dehnen und leichte dynamische Arbeit gemildert. Eine sicher wirksame medikamentöse Behandlung gibt es nicht.</p>
<h2>Ursachen, Prophylaxe und Therapie bei Muskelkater</h2>
<p><strong>Ursachen</strong></p>
<ul>
<li>Mikroverletzungen der Sarkomere durch Überdehnung bei hohen Kräften (besonders exentrische Kontraktionen)</li>
<li>Sarkomerschäden bei erschöpfendem Stoffwechsel durch unbekannte Mechanismen</li>
</ul>
<p><strong>Sekundärreaktionen</strong></p>
<ul>
<li>Ödem durch Autolyse oder Entzündung, Mangeldurchblutung, Verspannung</li>
</ul>
<p><strong>Prophylaxe</strong></p>
<ul>
<li>Verbesserung der Koordination, Aufwärmen, Carnitin, nichtsteroidale Antiphlogistika</li>
</ul>
<p><strong>Therapie</strong></p>
<ul>
<li>Vermeiden hoher Kräfte beim Training. Dehnen, leichte Arbeit mit Bewegung, Wärme, nichtsteroidale Antiphlogistika</li>
</ul>
<p>Autor: Ullrich Schäfer 2008</p>
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		<title>6 Regeln gegen den Krebs</title>
		<link>http://www.dr-ullrich-schaefer.de/2012/03/13/6-regeln-gegen-den-krebs/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Risiko - Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Risiko, an Krebs zu erkranken, kann auch von der Lebensweise abhängen. Wenn Sie dem Krebs weniger Chancen geben wollen, sollten Sie die hier aufgezählten sechs Regeln befolgen. Regel 1: Rauchen Sie nicht! Raucher sollten so schnell wie möglich aufhören. Nichtraucher sollten erst gar nicht anfangen. Rauchen Sie bitte nicht in Anwesenheit anderer. Etwa 90 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Risiko, an Krebs zu erkranken, kann auch von der Lebensweise abhängen.</strong><br />
Wenn Sie dem Krebs weniger Chancen geben wollen, sollten Sie die hier aufgezählten sechs Regeln befolgen.<span id="more-154"></span></p>
<h2>Regel 1:</h2>
<p><strong>Rauchen Sie nicht!</strong></p>
<p>Raucher sollten so schnell wie möglich aufhören. Nichtraucher sollten erst gar nicht anfangen. Rauchen Sie bitte nicht in Anwesenheit anderer.<br />
Etwa 90 Prozent der Tumore in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Bronchien und Lunge werden durch das Rauchen verursacht. Diese Organe werden deshalb &#8220;Raucherstraße&#8221; genannt.<br />
Raucher haben auch ein erheblich höheres Risiko, an Blasen-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsen-Krebs zu erkranken.<br />
Sofort aufgeben zahlt sich aus: Nach etwa fünf Jahren Rauchabstinenz sinkt das Risiko, an Krebs zu erkranken, um etwa 80 Prozent.</p>
<h2>Regel 2:</h2>
<p><strong>Verringern Sie ihren Alkoholkonsum!</strong></p>
<p>Die Rolle, die der Alkohol bei der Krebsentstehung spielt, wird häufig unterschätzt. Alkohol hilft krebserregenden Substanzen, ihre Wirkung zu entfalten. Deshalb sind Rauchen und Alkohol in Kombination besonders gesundheitsschädlich.<br />
Männer sollten nicht mehr als 30g Alkohol täglich (ca. drei Gläser Wein zu je einem Achtel bzw. 0,7l Bier) und Frauen maximal 10 g Alkohol pro Tag (ca. 1 Glas Wein bzw. 0,3l Bier) trinken.</p>
<h2>Regel 3:</h2>
<p><strong>Erhöhen Sie</strong> Ihren täglichen Verzehr an frischem Obst und Gemüse sowie an ballaststoffreichen Getreideprodukten.</p>
<h2>Regel 4:</h2>
<p><strong>Vermeiden Sie Übergewicht!</strong></p>
<p>Eine große Untersuchung in Dänemark ermittelte bei Übergewichtigen ein um 16 Prozent erhöhtes Krebsrisiko. Der Faktor Übergewicht scheint sich vor allen in Kombination mit anderen Risikofaktoren &#8211; u.a. mangelnde Bewegung, Rauchverhalten und Alkoholkonsum &#8211; zu verstärken.</p>
<h2>Regel 5:</h2>
<p><strong>Vermeiden Sie übermäßige Sonnenbestrahlung!</strong></p>
<p>Schützen Sie sich immer vor einem Sonnenbrand. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie die Sonne meiden. Das gilt ganz besonders für Kinder. Und gehen Sie am besten nicht ins Solarium.</p>
<h2>Regel 6:</h2>
<p><strong>Schutz am Arbeitsplatz!</strong></p>
<p>Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften, die vor einem Kontakt mit krebserregenden Stoffen schützen sollen. Man schätzt, dass zwischen vier und acht Prozent aller Krebserkrankungen durch Einflüsse der Arbeitswelt verursacht werden.</p>
<h2>So entwickelt sich ein bösartiger Tumor:</h2>
<p><img border="0" src="http://www.hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/52-text/krebs1.jpg" height="197" width="207" /> Im Gewebe tritt eine entartete Zelle (hier rot gezeichnet) auf. Sie hat eine erhöhte Neigung, sich zu teilen.</p>
<p><img border="0" src="http://www.hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/52-text/krebs2.jpg" height="197" width="207" />Die bösartige Zelle und ihre ebenfalls bösartigen Tochterzellen vermehren sich zu stark. Ein unkontrolliertes Zellwachstum beginnt. Die Krebszellen bilden größere Zellkomplexe, die sich mit zunehmender Dichte zu einer Geschwulst, einem Tumor, entwickeln.</p>
<p><img border="0" src="http://www.hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/52-text/krebs3.jpg" height="197" width="207" /> Die Wucherung der Krebszellen zerstört Nachbargewebe.</p>
<p><img border="0" src="http://www.hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/52-text/krebs4.jpg" height="197" width="207" />Beim Vorwachsen in tiefere Gewebeschichten treffen die Tumorzellen auch auf Blut- und Lymphgefäße. In diese können sie eindringen und so mit dem Blut- und Lymphstrom im Körper verstreut werden. Haben sich Krebszellen an anderen Körperstellen angesiedelt, wird von Metastasen bzw. Tochtergeschwülsten gesprochen.</p>
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		<item>
		<title>Kehlkopfkrebs: Hauptrisikofaktoren</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Risiko - Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Rauchen und Alkohol sind Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs. Ergebnisse einer deutschen Fall-Kontroll-Studie im europäischen Vergleich. Zusammenfassung Rauchen und &#8211; mit deutlich geringerem Anteil – Alkohol sind die Hauptrisikofaktoren für das Kehlkopfkarzinom. In der vorliegenden Arbeit wird ein quantitativer Vergleich der Effekte dieser Faktoren vorgenommen, die sich in verschiedenen europäischen Studien – zuletzt in einer großen deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rauchen und Alkohol sind Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs.</strong> Ergebnisse einer deutschen Fall-Kontroll-Studie im europäischen Vergleich.<span id="more-153"></span><strong><u></u></strong></p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Rauchen und &#8211; mit deutlich geringerem Anteil – Alkohol sind die Hauptrisikofaktoren für das Kehlkopfkarzinom. In der vorliegenden Arbeit wird ein quantitativer Vergleich der Effekte dieser Faktoren vorgenommen, die sich in verschiedenen europäischen Studien – zuletzt in einer großen deutschen Fall-Kontroll-Studie – gezeigt haben. Alle Studien bestätigen einen signifikanten Effekt für Rauchen sowohl bei Männern als auch bei Frauen und hinsichtlich aller Tumorlokalisationen. Außerdem besteht eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Larynxkarzinom und Tabakkonsum. Der nachgewiesene Effekt für Alkoholkonsum zeigt sich je nach Subgruppe erst ab einer höheren täglichen Dosis Ethanol, hier insbesondere für Patienten mit supraglottischen Tumoren. Der Anteil der durch beide Faktoren verursachten Fälle ist in Deutschland wie in anderen europäischen Ländern hoch, es bestehen jedoch Unterschiede in Bezug auf die relative Bedeutung. Diese Ergebnisse wurden in einer aktuellen deutschen Fall-Kontroll-Studie weitgehend bestätigt. Die Odds Ratios dieser so genannten Rhein-Neckar-Larynx-Studie liegen im mittleren Bereich der Literatur berichteten Ergebnisse. Die starken Einzeleffekte unterstreichen jedoch im Hinblick auf das derzeitige tendenziell jüngere Einstiegsalter bei Tabak- und Alkoholkonsum die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen in Europa.</p>
<p><strong><u>Diskussion</u></strong></p>
<p>Die Studien zeigen durchgängig einen signifikanten Effekt für das Rauchen, sowohl im Modell mit stetigen Variablen ( unter anderem Packungsjahre), als auch mit gruppierten Variablen für jede Raucherkategorie, für Männer, Frauen und bezüglich aller Tumorlokalisationen. Außerdem besteht eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Larynxkarzinom und Raucherkonsum.</p>
<p>Die Ergebnisse unterstreichen jedoch, dass durch die Reduzierung des Rauch- und Alkoholkonsums etwa 90 Prozent aller Kehlkopfkrebsfälle verhindert werden könnten. Die starken Einzeleffekte unterstreichen im Hinblick auf das derzeitige tendenziell jüngere Einstiegsalter bei Rauch- und Alkoholkonsum die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen in ganz Europa.</p>
<p><u>Quelle:</u> Deutsches Ärzteblatt 21.04.2006</p>
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		</item>
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		<title>Allergie &#8211; Was passiert da eigentlich?</title>
		<link>http://www.dr-ullrich-schaefer.de/2012/03/13/was-passiert-eigentlich-bei-einer-allergie/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Informationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt über 20.000 verschiedene Allergene ( Allergie auslösende Stoffe ), die eigentlich harmlos sind.  Ein Allergiker reagiert überempfindlich mit Krankheitssymptomen auf bestimmte Stoffe, von denen die meisten von ihnen gehören zu den Eiweißen. Eiweiße befinden sich zum Beispiel in Blütenpollen und Schimmelpilzen, aber auch in Nahrungsmitteln. Der Allergiker atmet sie ein, isst sie oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="acontent">Es gibt über 20.000 verschiedene Allergene ( Allergie auslösende Stoffe ), die eigentlich harmlos sind. <strong> Ein Allergiker reagiert überempfindlich </strong>mit Krankheitssymptomen auf bestimmte Stoffe, von denen die meisten<span id="more-120"></span> von ihnen gehören zu den Eiweißen.</p>
<p id="acontent">Eiweiße befinden sich zum Beispiel in Blütenpollen und Schimmelpilzen, aber auch in Nahrungsmitteln.</p>
<p id="acontent"><strong>Der Allergiker atmet sie ein, isst sie oder berührt sie nur.</strong></p>
<p id="acontent">Was dann kommt, läuft immer gleich ab: Das Immunsystem spielt verrückt. Es verwechselt z.B. Bestandteile einer Haselnuss mit gefährlichen Krankheitserregern &#8211; und greift sie mit der gleichen Wucht an. Unser Abwehrsystem bildet so genannte Antikörper gegen gefährliche Eindringlinge. Diese passen auf den Eindringling wie eine Backform auf den Kuchen. Der Antikörper stürzt sich auf den Angreifer und setzt ihn durch seine perfekte Passform außer Gefecht. Jede Sekunde kommt unser Körper mit Millionen Fremdstoffen in Berührung, bei jedem Atemzug, jeder Berührung, jedem Bissen und jedem Schluck. Darunter befinden sich zum Beispiel Schnupfenviren, gegen die ein Angriff des Immunsystems nützlich erscheint. Bei Allergikern jedoch greift es harmlose Stoffe an. Die Allergie entwickelt sich über Etappen:</p>
<p><img border="0" src="http://hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/4-text/eigentlichallergie1.jpg" height="119" width="400" /> Beim ersten Kontakt mit dem Allergen bildet der Körper Antikörper. Diese sensibilisieren die Mastzellen, die mit den Antikörpern kooperieren. Mastzellen sitzen an Körperöffnungen, in die viele Fremdstoffe eindringen. Die Antikörper setzen sich auf ihnen fest und sie warten auf eine erneute Fremdstoff-Attacke.</p>
<p><img border="0" src="http://hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/4-text/eigentlichallergie2.jpg" height="119" width="400" /> Beim erneuten Kontakt mit dem Allergen lösen die Mastzellen die allergische Reaktion aus: Die Antikörper auf ihrer Oberfläche &#8220;fangen&#8221; die Allergene. Das wirkt auf die Mastzelle als Zeichen, biochemische Stoffe auszuschütten, mit denen sie prall gefüllt ist. So genannte Mittlersubstanzen, vor allem Histamin, sollen eigentlich Infektionen abwehren. Wenn wir etwas falsches essen, bewirken sie Durchfall und Erbrechen, wenn wir Erkältungsviren einatmen Husten und Schnupfen. Beim Allergiker treten solche Symptome nur nach Kontakt mit dem eigentlich ungefährlichen Allergen auf. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und hängen davon ab, in welchem Körperteil Allergen und Mastzellen aufeinander treffen. Menschen mit Pollenallergie trieft die Nase, da ihre Allergene in den Nasenschleimhäuten abgefangen werden. Nahrungsmittel-Allergiker nehmen ihre Allergene mit der Nahrung zu sich. Sie kommen also mit zahlreichen Körperteilen in Berührung &#8211; mit der Haut, den Mundschleimhäuten, dem Magen-Darm-Trakt oder dem Blut. Dementsprechend vielfältig wehrt sich der Körper. Nahrungsmittel-Allergiker haben verschiedenste Beschwerden. Am häufigsten treten Hautreaktionen wie Nesselsucht oder Neurodermitis auf. Aber auch Heuschnupfen, Asthma, Magen-Darm-Beschwerden und Schwellungen im Mund- und Rachenraum können den Kranken plagen. Im schlimmsten Fall erleidet er einen Allergie-Schock, der tödlich enden kann.</p>
<p>Autor: Ullrich Schäfer, 2008</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kortikoide &#8211; Risiko und Nutzen</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Therapie der Allergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Cortison hat einen schlechten Ruf! Bei vielen Menschen löst es sogar regelrechte Horrorvisionen aus. Sie denken an ein aggressives Arzneimittel, das nicht nur hilft, sondern auf Dauer den Körper zerstört. Nach einer Umfrage der Deutschen Haut- und Allergiehilfe setzen 84% der Befragten Cortison vor allem mit starken Nebenwirkungen gleich, 48% würden auch in akuten Fällen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Cortison hat einen schlechten Ruf!</strong> Bei vielen Menschen löst es sogar regelrechte Horrorvisionen aus. Sie denken an<span id="more-147"></span> ein aggressives Arzneimittel, das nicht nur hilft, sondern auf Dauer den Körper zerstört.</p>
<p>Nach einer Umfrage der Deutschen Haut- und Allergiehilfe setzen 84% der Befragten Cortison vor allem mit starken Nebenwirkungen gleich, 48% würden auch in akuten Fällen lieber auf das Mittel verzichten. Nicht selten verhindert blanke Cortison-Angst eine sinnvolle, manchmal sogar lebensrettende Therapie.</p>
<h2><strong>Wissenswertes über Cortison!</strong></h2>
<p>Das war nicht immer so. Als vor ca. 50 Jahren die erste Patientin Cortison bekam, hielten es viele für ein Wundermittel. Das neue Medikament half schwer Rheumakranken scheinbar mühelos wieder auf die Beine. Es folgte eine regelrechte Cortison-Euphorie. Bald aber zeigte sich, daß Cortison auch Schäden verursachte. Wer von den positiven Eigenschaften profitieren wollte, mußte offenbar Nebenwirkungen in Kauf nehmen.</p>
<p>Inzwischen ist mehr über Wirkungen und Nebenwirkungen bekannt. Die Herstellungsverfahren und Darreichungsformen sind stark verbessert, so daß heute die Dosierung fein abgestimmt werden kann. Neue Behandlungskonzepte und Präparate ermöglichen zudem eine gezielte Anwendung. Die Gefahr von Nebenwirkungen ist dadurch stark verringert worden. In Cremes und Salben ist Cortison für kurzfristige Anwendungen inzwischen teilweise rezeptfrei zu bekommen.</p>
<h2>Was ist Cortison eigentlich?</h2>
<p>Cortison ist ein lebenswichtiges körpereigenes Hormon, das in der Nebenniere produziert wird. Es regelt Teile des Stoffwechsels. Es wird vor allem als Antwort des Körpers auf äußere Belastungen benötigt, daher bezeichnet man Cortison auch als Streßhormon.</p>
<h2>Wie wirkt Cortison?</h2>
<p>Cortison bekämpft Entzündungen, die sich an den verschiedensten Stellen im Körper befinden. Kein anderes Medikament lindert innere und äußere Entzündungserscheinungen wie Schwellungen, Rötungen und Schmerzen so schnell wie dieses Mittel. Außerdem unterdrückt es überschießende Reaktionen des Immunsystems und reduziert überschießende Abwehraktivitäten des Körpers &#8211; die sich auch gegen eigenes Gewebe richten können &#8211; z.B. nach Transplantationen. Cortison vermindert die Zahl der Entzündungszellen am Ort des Geschehens. So werden Entzündungsherde eingedämmt, Beschwerden wie Niesreiz, Juckreiz, Atemnot, Pusteln, Ekzeme und Gelenkschmerzen lassen nach.</p>
<h2>Bei welchen Krankheiten wird Cortison als Therapie verschrieben?</h2>
<p>Chronische Erkrankungen, die mit Entzündungsreaktionen einhergehen, werden mit Cortison behandelt. Entzündungen können Organe und Gewebe irreversibel schädigen. Davon sind Menschen betroffen, die an Allergien, Asthma, entzündlichen Rheuma-Erkrankungen, chronischen Darmentzündungen oder Neurodermitis leiden.</p>
<p>Für viele chronische Erkrankungen sind die Ursachen nicht bekannt. Darum gibt es keine Therapien oder Medikamente, die das Übel an der Wurzel packen könnten. In solchen Fällen ist manchmal eine Langzeit-Cortison-Therapie erforderlich, da die gefährlichen Entzündungsreaktionen wieder aufflammen, sobald das Medikament abgesetzt wird.</p>
<h2>Welche schädlichen Nebenwirkungen können auftreten?</h2>
<p>Wer als Laie das Wort Cortison hört, denkt häufig an Nebenwirkungen wie verquollene Mondgesichter. Sie können heute selten bei Beginn einer Behandlung mit hochdosierten Tabletten oder Spritzen auftreten, verschwinden aber wieder, sobald man die Dosis weit genug herabsetzt.</p>
<p>Erst wenn man sehr lange und in hohen Dosierungen Cortison anwendet, können die dadurch in Gang gesetzten Stoffwechselreaktionen auch dauerhafte Schäden verursachen. Unter Einfluß von Cortison können sich zum Beispiel Osteoporose, der Fachausdruck für Knochenentkalkung, oder eine dünne Pergamenthaut entwickeln. Weitere mögliche unerwünschte Wirkungen sind Gewichtszunahme, erhöhter Blutdruck, bei Kindern kann Cortison das Längenwachstum hemmen. Auch eine Wirkung auf die Psyche ist möglich, besonders in höheren Konzentrationen können euphorische Stimmungen ebenso wie Depressionen auftreten.</p>
<p>Das klingt zunächst erschreckend, trotzdem sollte man nicht in Panik geraten, wenn eine Cortison-Behandlung ansteht. Denn solche schweren Nebenwirkungen können heute meist weitgehend vermieden werden.</p>
<h2>Warum sind die Nebenwirkungen heute nicht mehr so schlimm wie früher?</h2>
<p>Frühere Cortison-Therapien glichen einem Kanonen-Bombardement. Inzwischen haben die pharmazeutische Industrie und Mediziner hochpräzise Verfahren entwickelt, mit denen sie gezielter auf Entzündungsherde einwirken können. Nebenwirkungen lassen sich jetzt auf ein Minimum reduzieren.</p>
<ul>
<li>In der Langzeittherapie wird die Dosierung individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt.</li>
<li>Möglichst kurzwirksame Präparate werden &#8211; ebenfalls bei der Langzeittherapie &#8211; zur richtigen Tageszeit, am besten vor acht Uhr, eingenommen. Die entspricht dem natürlichen Cortisonrhytmus im Körper.</li>
<li>Bei Kindern wird die Dosis so angepaßt, daß eine Hemmung des Längenwachstums verhindert werden kann.</li>
<li>In der Stoßtherapie wird das Cortison nur über kurze Zeiträume eingenommen. Dauert die Behandlung nur 2-3 Wochen, sind auch sehr hohe Cortison-Dosen in der Regel ohne Risiko.</li>
</ul>
<h2>Kann man sich an Cortison gewöhnen oder sogar abhängig werden?</h2>
<p>Eine Abhängigkeit oder ein Gewöhnungseffekt kommt selbst nach jahrelanger Anwendung nur in seltenen Fällen vor. Wenn ein Patient über einen längeren Zeitraum Cortison-Tabletten einnimmt, kann es sein, daß die Nebenniere ihre Hormonproduktivität vorübergehend reduziert. Wenn die Cortisontherapie nicht mehr erforderlich ist, wird nicht abrupt sondern ausschleichend abgesetzt.</p>
<h2>Macht es einen Unterschied, ob man Cortison einnimmt oder lokal anwendet?</h2>
<p>Nicht immer muß Cortison gleich geschluckt oder gespritzt werden, oft hilft schon die örtliche Anwendung. Zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis empfehlen sich Salben, gegen allergischen Schnupfen und Asthma helfen Sprays zum Einsprühen und Inhalieren, und für die Augen gibt es cortisonhaltige Tropfen.</p>
<p><strong>Der Vorteil lokaler Anwendung: Cortison gelangt nicht über die Blutbahn, sondern auf direktem Weg dorthin, wo es im Körper benötigt wird.</strong></p>
<p>Quelle: Allergie-Informationsdienst</p>
<p>Autor: Ullrich Schäfer 2008</p>
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		<title>Cortison wirkt bei Allergien gezielter als angenommen</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Therapie der Allergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das fehlgesteuerte Immunsystem wieder in die richtigen Bahnen lenken – für die Behandlung allergischer Erkrankungen ist das die beste Option. Am ehesten wird diesem Anspruch zurzeit die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, gerecht. Cortison galt dagegen bisher eher als „Totschläger“ unter den antiallergisch wirkenden Medikamenten, der die allergische Entzündungsreaktion ungezielt unterdrückt. Diese Sichtweise muss wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="acontent">Das fehlgesteuerte Immunsystem wieder in die richtigen Bahnen lenken – für die Behandlung allergischer Erkrankungen ist das die beste Option.<span id="more-145"></span> Am ehesten wird diesem Anspruch zurzeit die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, gerecht.</p>
<p id="acontent">Cortison galt dagegen bisher eher als „Totschläger“ unter den antiallergisch wirkenden Medikamenten, der die allergische Entzündungsreaktion ungezielt unterdrückt. Diese Sichtweise muss wohl revidiert werden</p>
<p><strong>Cortison sorgt für mehr Toleranz</strong></p>
<p>Eine aktuelle Studie macht deutlich, dass Kortison die Immunabwehr nicht einfach eindämmt, sondern auch reguliert. Wissenschaftler um Christian Karagiannidis vom Schweizerischen Institut für Asthma- und Allergieforschung in Davos untersuchten den Effekt der Medikamentengruppe auf die Aktivität regulatorischer T-Zellen.</p>
<p>An der Studie nahmen Asthmatiker teil, die mit Cortison als Spray zum Inhalieren oder in Tablettenform behandelt wurden. Als Vergleichsgruppe dienten gesunde Kontrollpersonen. Regulatorische T-Zellen besitzen eine Schlüsselrolle für die Ausgewogenheit der Immunantwort. Sie stellen zum Beispiel sicher, dass das Immunsystem keine gesunden körpereigenen Zellen und keine harmlosen Substanzen wie Pollen attackiert. Vereinfacht gesprochen hemmen sie also allergische Reaktionen.</p>
<p>Die Forscher wiesen nach, dass Cortison bei Asthma-Patienten vorübergehend die Bildung regulatorischer T-Zellen fördert. „Das ist ein hochinteressantes Ergebnis“, so Professor Dr. Gerhard Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). „Mit Hilfe modernster Techniken wurde ein bisher unbekannter Wirkmechanismus des Kortisons aufgezeigt.</p>
<p>Die Studie unterstreicht den hohen Stellenwert der Cortisontherapie beim Bronchialasthma.“ Die Schweizer Studienautoren hoffen, die bisher nur vorübergehende Anregung der regulatorischen T-Zellen durch Kortison mit Hilfe neuer Therapieformen in einen dauerhaften Zustand überführen zu können. Ein solcher Ansatz würde die Behandlungsmöglichkeiten von allergischen Erkrankungen und eventuell auch Autoimmunkrankheiten wie dem entzündlichen Gelenkrheuma dramatisch verbessern.</p>
<p>Schultze-Werninghaus drückt noch eine weitere Hoffnung aus: „Wenn wir den Patienten erklären, dass Cortison das Immunsystem bei Allergien normalisiert, können wir ihnen die Furcht vor dem Medikament viel überzeugender nehmen. Leider haben ja viele Menschen immer noch Angst vor Kortison, die bei modernen Präparaten und sachgerechter Anwendung aber weitgehend unbegründet ist.“</p>
<p><strong>Spezifische Immuntherapie: Sogar Heilung ist möglich</strong></p>
<p>Cortison kann die Regulationsstörung im Immunsystem also vorübergehend ausgleichen. Die Wirkung des Medikaments weist damit Ähnlichkeiten zur spezifischen Immuntherapie (SIT) auf. Bei dieser Behandlung werden dem Patienten regelmäßig Lösungen injiziert, die die Substanz enthalten, auf die er allergisch reagiert (das Allergen).</p>
<p>Im Gegensatz zu Cortison vermag eine SIT aber, die Fehlsteuerung der Körperabwehr dauerhaft zu beheben und dadurch Allergien im besten Fall sogar zu heilen. Weil das Immunsystem regelmäßig mit dem Allergen konfrontiert wird, gewöhnt es sich allmählich wieder an die entsprechende Substanz und löst nach einer Weile keine allergische Reaktion mehr aus.</p>
<p>Neben anderen Mechanismen scheint die SIT ebenso wie Cortison die Aktivität der regulatorischen T-Zellen zu steigern. Die Erfolgsquoten einer SIT mit standardisierten Allergenextrakten betragen bei allergischem Schnupfen und bei Insektengiftallergien über 90 Prozent.</p>
<p><u>Quelle:</u><br />
Karagiannidis C et al.: J Allergy Clin Immunol 2004 (114): 1425-1433</p>
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		<title>Versorgungsweg</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hörsysteme - Wissenswertes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hörgeräte-Indikation Der Hals-Nasen-Ohrenarzt stellt nach den Vorgaben der Heilmittel- und Hilfsmittelrichtlinien die Indikation für Hörgeräte aus. Hörgeräte-Anpassung Für die Anpassung von Hörsystemen ist der Hörgeräte-Akustiker zuständig. Zunächst wird dort genau besprochen, in welchen Situationen die Hörprobleme auftreten und was dabei besonders problematisch ist. Nach der Anamnese führt er eine Gehörgangsspiegelung durch und erstellt die akustischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Hörgeräte-Indikation</h2>
<p>Der Hals-Nasen-Ohrenarzt stellt nach den Vorgaben der Heilmittel- und Hilfsmittelrichtlinien die Indikation für Hörgeräte aus.<span id="more-77"></span></p>
<h2>Hörgeräte-Anpassung</h2>
<p>Für die Anpassung von Hörsystemen ist der Hörgeräte-Akustiker zuständig. Zunächst wird dort genau besprochen, in welchen Situationen die Hörprobleme auftreten und was dabei besonders problematisch ist. Nach der Anamnese führt er eine Gehörgangsspiegelung durch und erstellt die akustischen Kenndaten des Ohres als Grundlage für die Hörgeräte-Anpassung. Schließlich werden Abdrücke von Gehörgang und Ohrmuschel genommen. Im Anschluss an den Kundenbesuch fertigt der Hörakustiker die Otoplastiken (Ohrpass-Stücke) an. Für Im-Ohr-Geräte müssen Im-Ohr-Schalen gefertigt werden.</p>
<h2>Vergleichende Anpassung</h2>
<p>Hörakustiker haben mehr als 30 unterschiedliche Modelle vorrätig, dies sind Hörsysteme aus weltweit ausgesuchten Programmen namhafter Hersteller. Auf Grundlage der akustischen Kenndaten der Ohren wird eine Vorauswahl von Hörgeräten getroffen, die für die individuelle Hörstörung des Patienten geeignet sind.</p>
<p>Es folgt die vergleichende Hörgeräte-Anpassung, bei der Kunde und Hörakustiker gemeinsam versuchen, die bestmögliche individuelle Versorgungsform zu finden. Die Anpassung läuft über ein Computerprogramm, ebenso die Programmierung bei programmierbaren Geräten. Nach spachaudiometrischen Vergleichstests werden diese Einstellungen gegebenenfalls korrigiert. Von speziellen Akustikern wird die Anpassung durch das patentierte Verfahren A-Live durchgeführt, in dem zur Anpassung realitätsnahe Umweltgeräusche benutzt werden.</p>
<p>Da jeder Geräusche, Töne und Sprache anders empfindet, legen Hörakustiker großen Wert auf die subjektive Einschätzung ihrer Kunden. So hat auch jeder Gehörgang ein anderes Volumen, das unterschiedliche Verstärkungsleistungen erfordert. Die richtige Einstellung der Geräte wird gemeinsam erarbeitet. Bei der Aushändigung der Hörgeräte weisen Hörakustiker in die Handhabung ein. Das Einsetzen und Herausnehmen der Geräte wird geübt.</p>
<h2>Stufenweise Anpassung</h2>
<p>In den ersten Tagen erlebt der Patient seine Hörhilfen in unterschiedlichen Hörsituationen. Diese Erfahrungen werden nach etwa einer Woche mit dem Hörakustiker besprochen. Die Einstellung der Geräte kann bei diesem Termin meist nachjustiert und verbessert werden. Die Feinanpassung beginnt und wird so lange fortgesetzt, bis der individuell optimale Anpasserfolg erzielt ist. Es folgt eine weitere vertiefte Einweisung (Batteriewechsel, Reinigung, Handhabung der Fernbedienung etc.).</p>
<h2>Anpassungskontrolle durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt</h2>
<p>Schließlich findet eine Kontrolle beim Hals-Nasen-Ohrenarzt statt, der das Hörvermögen des Patienten mit Hörgeräten überprüft. Erst wenn der HNO-Arzt bestätigt, dass die angepassten Hörhilfen den Anforderungen entsprechen, beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten.</p>
<h2>Qualitätskontrolle, Nachsorge und Service</h2>
<p><img border="0" src="http://hno-praxis-suederelbe.de/i/informationen/44-text/hoersys1.jpg" class="left" height="154" width="140" />Erfolgt durch HNO-Arzt und Akustiker regelmäßig im Wechsel. Dabei reinigt und pflegt der HNO-Arzt den Gehörgang, beurteilt den Sitz des Hörsystems und kontrolliert das Hörvermögen mit und ohne Hörsystem. Zur Funktionskontrolle und Wartung seiner Geräte geht der Kunde zum Hörakustiker.</p>
<p>So können die Hörsysteme neu eingestellt werden, falls sich am Hörverlust etwas verändert. Viele Probleme können direkt vor Ort behoben werden: die Feineinstellung, die Reinigung der Otoplastiken, das Beheben kleiner Druckstellen durch Beschleifen der Ohrpass-Stücke.</p>
<p>Bezahlt werden muss dafür nichts &#8211; mit dem Kauf der Hörsysteme sind die Regelleistungen im Rahmen einer Festbetragsversorgung für die Dauer von sechs Jahren bereits abgegolten.</p>
<h2>Qualität durch arbeitsteilige Anpassung</h2>
<p>Führende Hörgeräte-Hersteller Deutschlands betonen, dass die Qualität der modernen Hörsysteme nicht zu trennen ist von der Qualität der Anpassung. Denn die ausgefeilte Technik allein verhilft noch nicht zu gutem Hören und besserem Verstehen. Für Hörakustiker sind technologisches Wissen, das Beherrschen der Anpassungs-Software, handwerkliches Geschick und vor allem einfühlsames Eingehen auf die Bedürfnisse der Patienten Grundlage der Anpassung. Nur so wird aus dem ausgeklügelten Miniaturcomputer eine echte Hörhilfe, die ein ganz individuelles Hörproblem löst.</p>
<p>Bei der seit Jahrzehnten erfolgreich praktizierten Arbeitsteilung steht</p>
<p><strong>- der HNO-Arzt für die medizinisch-diagnostische Betreuung und die Indikationstellung </strong></p>
<p><strong>- der Hörgeräte-Akustiker </strong><strong>gewährleistet</strong><strong> die möglichst gute Versorgung mit Hörgeräten,</strong> inklusive Beratung, Betreuung, Wartung und Service.</p>
<p>Die Aus- und Weiterbildung aller Hörakustiker Deutschlands findet in der Akademie für Hörgeräte-Akustik in Lübeck statt, deren Bildungsangebot und moderne Ausstattung den weltweit höchsten Standard in der Branche hat. Die dreijährige Ausbildung zum Hörgeräte-Akustiker vermittelt naturwissenschaftlich-technisches Wissen ebenso wie medizinisch-soziale und handwerkliche Fertigkeiten. Wer nach sechs Ausbildung- und Berufsjahren die Meisterprüfung ablegt, ist Spezialist für den gesamten Service rund ums Hörsystem.</p>
<h2>Kosten für Hörhilfen</h2>
<p>Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen gegen Vorlage der HNO-ärztlichen Verordnung den so genannten Festbetrag, eine bestimmte Summe, deren Höhe auf Landesebene von den Krankenkassen festgelegt wird. Er soll den Kosten für eine &#8220;ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche&#8221; Versorgung entsprechen. Geräte mit besonderem Komfort, besonders kleine Geräte oder volldigitale Geräte sind ohne Zuzahlung nicht zu haben.</p>
<p>Eine sechsjährige Nachbetreuung und Wartung durch den Hörakustiker ist In diesem Kaufpreis bereits enthalten. Kinder und Jugendliche können alle fünf Jahre &#8211; wenn indiziert auch früher &#8211; neue Geräte erhalten, Erwachsene alle sechs Jahre. Wenn die Geräte zum Ausgleich des Hörverlustes nicht mehr ausreichen oder eine Reparatur nicht mehr lohnt, können neue Geräte auch vor Ablauf dieser Fristen von den Krankenkasse bezahlt werden.</p>
<p>Technische Hilfsmittel oder Zubehör sind kein Bestandteil der Heilmittel- und Hilfsmittelrichtlinien. Die Kostenübernahme durch Krankenkassen orientiert sich an Urteilen des Bundessozialgerichtes.</p>
<p>Kosten für Hörgerätebatterien werden nur für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen.</p>
<p>Erwachsene müssen diese Kosten selbst tragen. Man kann davon ausgehen, dass pro Hörgerät etwa eine Batterie pro Woche verbraucht wird. Geräte, die besonders viel leisten können, benötigen durchaus auch mehr Energie.</p>
<h2>Reinigungs- und Pflegemittel</h2>
<p>Da Hörsysteme ständig am Körper getragen werden, muss man sie regelmäßig reinigen und desinfizieren. Schweiß, Cerumen und die allgemeine Verschmutzung können den Geräten schaden.</p>
<p>Bei Hinter-dem-Ohr-Geräten trennt man die Otoplastik (die Verbindung zwischen Hörgerät und Gehörgang) vom Gerät. Um Cerumen aus dem Schallkanal zu entfernen, wird die Otoplastik über Nacht in eine Reinigungsflüssigkeit gelegt. Nach der Reinigung wird sie abgespült und abgetrocknet; der Schallkanal und zusätzliche Belüftungsbohrungen werden mit einem Puster getrocknet.</p>
<p>Auch die Hörsysteme selbst mit ihrer sensiblen Elektronik müssen sorgsam behandelt und gepflegt werden. Defekte haben ihre Ursache häufig in mangelnder Pflege und unsachgemäßer Bedienung. Hinter-dem-Ohr-Geräte werden mit einem nebelfeuchten Lappen gesäubert, anschließend im Trockenbecher, -kissen oder -beutel getrocknet.</p>
<p>Nach der Reinigung oder bei starkem Schwitzen sollten die Geräte im Trockenbeutel oder -becher aufbewahrt werden. Die Trockenkapseln oder Silikatkristalle in diesen Behältern entziehen der Luft die Feuchtigkeit. Dadurch werden die Geräte getrocknet und damit die Lebensdauer erhöht. Es werden auch elektrische Trockenbeutel angeboten, die an die Steckdose angeschlossen werden. Das Innere des Beutels erwärmt sich, die Geräte werden schnell und komfortabel getrocknet.</p>
<p>Für die Reinigung von Im-Ohr-Geräten stehen Pumpsprays mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit zur Verfügung, die mittels Bürstchen auf der Schale verteilt wird. Getrocknet wird im Trockenbecher oder -beutel.</p>
<p>Quelle: Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH)</p>
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		<title>Allergie und Schwangerschaft: Was gibt es zu beachten?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Informationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Allergikerinnen werden schwanger – wenn man einer dänischen Untersuchung Glauben schenkt, sogar schneller als andere Frauen. Möglicherweise führen die allergie-typischen Veränderungen im Immunsystem dazu, dass eine befruchtete Eizelle sich leichter in der Gebärmutter einnisten kann. Ist die Schwangerschaft eingetreten, kommen die Fragen: Kann ich meine Medikamente noch nehmen? Was mache ich, wenn ich einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="acontent">Auch Allergikerinnen werden schwanger – wenn man einer dänischen Untersuchung Glauben schenkt, sogar schneller als andere Frauen.<span id="more-101"></span> Möglicherweise führen die allergie-typischen Veränderungen im Immunsystem dazu, dass eine befruchtete Eizelle sich leichter in der Gebärmutter einnisten kann.</p>
<p>Ist die Schwangerschaft eingetreten, kommen die Fragen:</p>
<p>Kann ich meine Medikamente noch nehmen? Was mache ich, wenn ich einen Asthmaanfall bekomme? Muss ich die Hyposensibilisierung jetzt abbrechen?</p>
<p>Grundsätzlich gilt: Auch in der Schwangerschaft sollte man Allergien behandeln. Allerdings müssen einige Besonderheiten beachtet werden. Die beste Beratung diesbezüglich finden schwangere Allergikerinnen bei einem allergologisch geschulten Facharzt.</p>
<p><strong>Keine Allergie-Hauttests in der Schwangerschaft!</strong></p>
<p>Schwangere, die bereits früher unter Heuschnupfen litten, kennen die typischen Symptome: plötzliche Niesattacken, Triefnase, juckende Augen. „Treten die Beschwerden zur selben Zeit auf wie sonst auch, zum Beispiel während des Pollenflugs, ist meistens klar, dass sie durch die Allergie verursacht sind“, erklärt Professor Dr. Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI). „Wenn die Krankheitszeichen jedoch zum ersten Mal bestehen, muss der Arzt durch genaues Erfragen der Symptome sowie des Ortes und Zeitpunktes ihres Auftretens die Diagnose sichern. Oft sind zusätzlich Blutuntersuchungen nötig. Die sonst üblichen Hauttests verbieten sich während der Schwangerschaft wegen der – wenn auch minimalen – Gefahr eines allergischen Schocks.“</p>
<p><strong>Nasensprays mit Cortison oder Cromoglycinsäure</strong></p>
<p>Zur Behandlung von Heuschnupfen während der Schwangerschaft eignen sich Nasensprays, die lokal wirkendes Cortison enthalten. Es gibt bisher keinerlei Hinweise darauf, dass sie das Kind schädigen. Dasselbe gilt für Nasensprays mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure, die allerdings weniger effektiv sind.</p>
<p>Auch so genannte Antihistaminika als Tabletten oder Tropfen werden Schwangeren relativ häufig verordnet. Die Hersteller dieser Präparate raten von einer Anwendung meist ab, da es zu wenige Untersuchungen dazu gibt. &#8220;Die Risiken durch Antihistaminika sind allerdings unklar&#8221;, so der Allergologe Schultze-Werninghaus. &#8220;Einige ältere Wirkstoffe schädigten im Tierversuch das ungeborene Leben, und insbesondere bei neueren Präparaten bestehen wenig Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft.&#8221;</p>
<p>Im Einzelfall sollte der Arzt die Medikamente wählen, deren Unbedenklichkeit am zuverlässigsten dokumentiert ist. Besonders kritisch ist zu prüfen, ob überhaupt Medikamente erforderlich sind. Abgesehen von Arzneien gilt für schwangere Allergikerinnen wie für alle anderen Allergiker auch die Empfehlung, die Allergieauslöser zu meiden. Dazu sollten zum Beispiel während der Pollensaison die Fenster geschlossen bleiben und die Haare vor dem Schlafengehen gewaschen werden. Allerdings ist es praktisch unmöglich, Allergieauslösern wie Pollen oder den Ausscheidungen der Hausstaubmilbe völlig aus dem Weg zu gehen.</p>
<p>Schultze-Werninghaus: &#8220;Deshalb sind auch bei Schwangeren Medikamente häufig nicht zu umgehen.&#8221;</p>
<p><strong>Hyposensibilisierung kann in bestimmten Fällen weitergehen</strong></p>
<p>Die einzige ursächlich wirkende Therapie gegen allergische Erkrankungen ist zurzeit die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung genannt. Für eine SIT wird dem Patienten die Substanz, auf die er allergisch reagiert (das Allergen), regelmäßig in ansteigenden Dosen bis zu einer Maximaldosis unter die Haut gespritzt. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem an das Allergen und reagiert nicht mehr mit einer krankhaften Abwehrreaktion. Gemäß den Leitlinien der Fachgesellschaften kann eine bereits laufende SIT, die die Patientin in der Maximaldosis bisher gut vertragen hat, nach Eintritt einer Schwangerschaft weitergeführt werden. In jedem Fall sollte dann aber eine besonders sorgfältige Überprüfung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses erfolgen. Insbesondere bei Vorliegen einer vitalen Indikation, vor allem bei einer schweren Allergie gegen Insektengifte, ist eine Fortführung der SIT anzuraten, um einer anaphylaktischen Reaktion nach einem Insektenstich vorzubeugen. Dagegen sollte bei Schwangeren nicht neu mit einer SIT begonnen werden. Hintergrund: In sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Schockreaktion kommen. Diese lässt sich in der Schwangerschaft wesentlich schlechter behandeln – Mutter und Kind sind dann gefährdet.</p>
<p><strong>Hormone machen die Nase dicht</strong></p>
<p>Veränderungen im Hormonhaushalt während der Schwangerschaft können allergischen Schnupfen verstärken. Sie führen dazu, dass sich die Blutgefäße der Nasenschleimhaut erweitern und die Schleimhaut anschwillt. Jede fünfte Frau leidet deshalb während der Schwangerschaft an einer verstopften Nase, besonders zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels. Allergikerinnen scheinen etwas häufiger betroffen zu sein. Für Linderung sorgt Kochsalzlösung als Nasenspray oder die pflegende Substanz Dexpanthenol. Außerdem helfen viel frische Luft, Sport und Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper. In schweren Fällen können kurzzeitig abschwellende Nasentropfen gegeben werden – am besten immer abwechselnd nur auf einer Seite und in möglichst niedriger Konzentration. Cortisonhaltige Nasensprays sind eine weitere Therapieoption.</p>
<p><strong>Asthma: Risiko durch Krankheit größer als durch Medikamente</strong></p>
<p>Bei Patientinnen, die nicht „nur“ an Heuschnupfen leiden, sondern an allergischem Asthma, ist entscheidend, die Krankheit auch während der Schwangerschaft unter Kontrolle zu halten. Schultze-Werninghaus: „Schlecht eingestelltes Asthma und Asthmaanfälle begünstigen Schwangerschaftskomplikationen und Frühgeburten. Außerdem wird das Wachstum des Kindes beeinträchtigt. Schwangere Asthmatikerinnen sollten deshalb grundsätzlich ihre Medikamente weiter wie gewohnt anwenden. Die Risiken durch unkontrolliertes Asthma sind größer als die Risiken der Arzneien.“ Zur Basistherapie bei Asthma gehören kortisonhaltige Sprays, die die chronische Entzündung der Atemwege eindämmen. Auch die so genannten beta2-Sympathomimetika werden meist als Spray verabreicht. Sie erweitern die Bronchien. Mit beiden Medikamentengruppen liegen langjährige Erfahrungen bei Schwangeren vor, Schädigungen bei den Kindern wurden noch nicht beobachtet. Auch die Substanz Theophyllin – ebenfalls ein häufiges Asthmamittel – scheint Mutter und Kind nicht zu gefährden. Hier muss der Arzt allerdings regelmäßig den Blutspiegel des Medikamentes bestimmen. Wenig Erfahrungen bei Schwangeren gibt es mit der neueren Arzneimittelgruppe der Leukotrien-Antagonisten. Ihr Einsatz sollte deshalb zurückhaltend erfolgen. Ist das Asthma anders nicht in den Griff zu bekommen, kommt man manchmal auch in der Schwangerschaft um Cortison in Tablettenform nicht herum. In diesen schweren Fällen überwiegt der Nutzen der Arznei mögliche Gefahren.</p>
<p>Wie sich die Schwangerschaft auf das Asthma auswirkt, variiert. Oft bleiben die Beschwerden gleich, manchmal bessern sie sich, manchmal werden sie aber auch schlechter. Schultze-Werninghaus: „Bei Schwangeren, die an Asthma leiden, sollte die Lungenfunktion besonders sorgfältig überwacht werden, um eine Verschlechterung früh zu erkennen und Mutter und Kind zu schützen.“ Wichtig zu wissen: Ein Asthmaanfall in der Schwangerschaft ist immer ein Notfall. Er gefährdet akut die Sauerstoffversorgung des Kindes und muss im Krankenhaus behandelt werden. Während eines Asthmaanfalls kann es zu Kontraktionen der Gebärmutter kommen. Sie hören meistens wieder auf, wenn der Asthmaanfall erfolgreich behandelt wurde.</p>
<p><strong>Wenn das Kind da ist</strong></p>
<p>Allergikerinnen sollten stillen, denn Muttermilch ist die beste Nahrung für das Kind. Für Babies von Allergikerinnen ist Stillen sogar besonders wichtig: Die Kinder haben ihrerseits ein erhöhtes Allergierisiko. Ausschließliches Stillen in den ersten vier bis sechs Monaten beugt diesem Risiko vor. Auf notwendige Medikamente müssen Allergikerinnen und insbesondere Asthmatikerinnen während der Stillzeit nicht verzichten. Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich eine kurze Rücksprache mit dem allergologisch ausgebildeten Facharzt. Zur Vorbeugung allergischer Erkrankungen bei Kindern allergiekranker Mütter raten der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI):</p>
<ul>
<li>Ausschließliches Stillen in den ersten vier, wenn möglich ersten sechs Monaten.</li>
<li>Wenn Stillen nicht möglich ist: Ernährung des Kindes mit hypoallergener Säuglingsnahrung.</li>
<li>Auf stark allergieauslösend wirkende Nahrungsmittel (z.B. Nüsse, Eier, Fisch) sollte die Mutter während des Stillens nur verzichten, wenn trotzdem eine vollwertige Ernährung gesichert ist.</li>
<li>Keine Beikost bis zum vierten Lebensmonat.</li>
<li>Vermeidung von Aktiv- und Passiv-Rauchen.</li>
<li>Keine Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen oder andere Tiere mit Fell im Haushalt.</li>
<li>Die Belastung durch Hausstaubmilben reduzieren.</li>
<li>Schimmelpilzwachstum in der Wohnung verhindern.</li>
<li>Kinder nach den Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut) impfen.</li>
</ul>
<p>Quelle: Allergie-Informationsdienst</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Immunologische Grundlage</title>
		<link>http://www.dr-ullrich-schaefer.de/2012/03/13/immunologische-grundlage/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 12:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>USchaefer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Informationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die allergische Reaktion: Bei einer Allergie handelt es sich um eine spezifische Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber den als Allergenen bezeichneten Auslösern. Die wichtigsten allergischen Erkrankungen sind der Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis), das Asthma bronchiale, das atopische Ekzem (Neurodermitis), die Nesselsucht (Urtikaria), das Kontaktekzem und der anaphylaktische Schock als lebensbedrohliche Form einer allergischen Reaktion.Von Allergien sind rund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die allergische Reaktion: </strong>Bei einer Allergie handelt es sich um eine spezifische Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber<span id="more-115"></span> den als Allergenen bezeichneten Auslösern. Die wichtigsten allergischen Erkrankungen sind der Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis), das Asthma bronchiale, das atopische Ekzem (Neurodermitis), die Nesselsucht (Urtikaria), das Kontaktekzem und der anaphylaktische Schock als lebensbedrohliche Form einer allergischen Reaktion.Von Allergien sind rund ein Drittel aller Bundesbürger betroffen, mit steigender Tendenz. Allein unter Heuschnupfen leiden 12% der Bevölkerung. Jeder 3. Pollenallergiker entwickelt im Laufe seiner Krankheitsgeschichte zusätzlich ein Asthma bronchiale. Die Erforschung der Pathomechanismen von allergischen Erkrankungen und die Entwicklung von effektiven und sicheren Behandlungsmöglichkeiten ist somit von sehr großer Bedeutung.</p>
<p>Über die Gründe für das Zunehmen von allergischen Erkrankungen herrscht immer noch einige Ungewissheit. Für die durch Immunglobulin E vermittelten allergischen Erkrankungen vom Typ 1 wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis ist bekannt, dass diese Krankheiten familiär gehäuft auftreten und somit eine genetische Disposition zugrunde liegt. Sicher ist heute auch, dass der westliche Lebensstil mit seiner Vermeidungsstrategie gegenüber Krankheitserregern und durch frühe und wiederholte Antibiotikagabe eine Schwäche von sogenannten TH1-Zellen begünstigt, die das Risiko für Allergien und Asthma verstärkt.</p>
<p>TH1-Zellen und TH2-Zellen sind Untergruppen bestimmter T-Lymphozyten, der T-Helfer-Zellen. Sie unterscheiden sich durch die von ihnen jeweils produzierten Zytokine. TH1-Zellen sind an der Immunabwehr von Bakterien, Viren oder Pilzen beteiligt, während TH2-Zellen mit einer Immunantwort auf Würmer reagieren.</p>
<p>Bei Allergikern besteht ein Ungleichgewicht zwischen TH1- und TH2-Lymphozyten. Während die TH1-Zellen geschwächt sind, überwiegen die TH2-Zellen und damit die von diesen produzierten Zytokine. Es gilt heute als gesichert, dass TH2-Zellen eine wesentliche Steuerfunktion in der Einleitung und Aufrechterhaltung der allergischen Immunantwort spielen.</p>
<p>Nach Allergenkontakt wird das Allergen von Antigen-präsentierenden Zellen (APC) den Lymphozyten angeboten. Die TH2-Zellen erteilen dann den B-Zellen über die Zytokine Interleukin-4 (IL-4) und Interleukin-13 (IL-13) den Befehl zur Produktion von Immunglobulin E. Die IgE-Antikörper binden an Mastzellen, die nach erneutem Kontakt mit dem Allergen Substanzen wie Histamin, Leukotriene usw. ausschütten und die allergische Sofortreaktion in Gang setzen. Symptome der allergischen Reaktion können eine Sekretionssteigerung in den Schleimhäuten, Verengung des Bronchialsystems mit Atemnot, Juckreiz, Gefäßerweiterung und sogar ein lebensbedrohlicher Schock sein. Von TH2-Zellen freigesetzte Zytokine wie Interleukin-5 (IL-5) aktivieren außerdem eosinophile Lymphozyten. Diese lösen in der Nasen- und Bronchialschleimhaut die allergische Spätreaktion aus. Die von Eosinophilen produzierten Substanzen unterhalten und chronifizieren die allergische Entzündung und sind auch Ursache für die bronchiale Überempfindlichkeit des Asthmatikers.</p>
<p>Ohne adäquate Therapie verschlechtern sich allergische Erkrankungen in der Regel. So kommt es bei etwa 40% aller Heuschnupfen-Patienten innerhalb von 8 Jahren zu einem Etagenwechsel mit Entwicklung eines Asthma bronchiale. Eine entscheidende Fragestellung der heutigen Forschung ist es daher, wie die Fehlregulation der TH2-/TH1-Balance bei Allergikern frühzeitig, langfristig, sicher und effektiv behoben werden kann.</p>
<p><strong>Die spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung)</strong></p>
<p>Neben Allergenkarenz und einer antientzündlichen Pharmakotherapie hat sich die spezifische Immuntherapie (SIT) oder Allergie-Impfung als essenzieller Bestandteil der Allergietherapie etabliert. Indiziert ist die SIT bei Patienten, bei denen spezifische IgE-Antikörper gegen klinisch relevante Allergene nachgewiesen wurden. Die gute Wirksamkeit der Immuntherapie ist bei Allergien auf Insektengifte, Baum- und Gräserpollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare dokumentiert.</p>
<p>Den Patienten werden allmählich ansteigende Dosen eines molekular definierten Allergenextraktes verabreicht, um die allergischen Symptome bei erneutem Allergenkontakt zu mindern. Die einmal erreichte Erhaltungsdosis wird dann in der Regel über drei Jahre in regelmäßigen Abständen injiziert. Im Verlauf der SIT wird so die Immunantwort auf spezifische Allergene selektiv beeinflusst.</p>
<p>Wie dabei eine immunologische Toleranz entsteht, war lange unklar. Heute weiß man, dass die spezifische Immuntherapie die Immunantwort der TH2-Zellen gezielt herunterreguliert und die normale Balance zwischen TH1- und TH2-Zellen wieder herstellt. Dadurch wird die Produktion entzündungsauslösender Zytokine durch TH2-Zellen gehemmt und die Sekretion von Allergie-hemmenden Substanzen gesteigert. Die Immuntherapie greift somit kausal an den Steuerelementen der allergischen Immunantwort an und verhindert frühzeitig die allergische Entzündungsreaktion.</p>
<p>Die Erfolgsquoten der modernen SIT liegen bei etwa 90%. Eine Besserung der Beschwerden tritt bereits im ersten Behandlungsjahr ein und hält noch Jahre nach Beendigung der spezifischen Immuntherapie an. Mehrere Studien haben inzwischen das präventive Potenzial der SIT nachgewiesen. Es konnte gezeigt werden, dass die Immuntherapie das Risiko des Auftretens von Asthma bei Kindern mit allergischer Rhinokonjunktivitis signifikant reduziert. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Neu-Sensibilisierungen und somit die Ausweitung des Allergenspektrums eingedämmt.</p>
<p>Die SIT ist aufgrund ihres Wirkmechanismus die einzige Behandlungsmethode, die sowohl den Verlauf der Allergie positiv beeinflussen als auch einem Asthma bronchiale vorbeugen bzw. dieses heilen kann. Aus diesem Grund wird die spezifische Immuntherapie von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) für den frühzeitigen Einsatz bei Allergikern empfohlen. Die WHO betont allerdings, dass die verwendeten Allergenextrakte molekular definiert und standardisiert sein müssen, da die Qualität der Extrakte für die Diagnose und Therapie entscheidend ist.</p>
<p>Derzeit stellt sich die entscheidende Frage, in welchem Maße sich bei Allergikern durch eine spezifische Immuntherapie neben einer Besserung der Symptome und damit der Lebensqualität auch die Asthmaprävalenz senken lässt und wie lange dieser präventive Effekt anhält. Antworten geben aktuelle Studien, die während des Satelliten Symposium von ALK-Abelló diskutiert werden. In diesen Studien konnte die langanhaltende Wirkung und das präventive Potenzial der spezifischen Immuntherapie belegt werden.</p>
<p>Quelle: Allergie-Informationsdienst</p>
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