Laubrechen: Bei Schimmelpilz-Allergie fast tabu

Gerade im Herbst steigt die Belastung durch Pilzsporen.

Bei Patienten mit allergischen Symptomen wie einer Rhinitis, kann besonders im Herbst auch eine Schimmelpilz-Allergie dahinter stecken. Diese Patienten sollten geraten werden, auf Gartenarbeiten wie Laub-Rechen zu verzichten, rät der eine amerikanische Fachgesellschaft. Denn dabei werden Schimmelpilzsporen, die im Herbst vermehrt fliegen, zusätzlich aufgewirbelt.

„Nach Pollen, Haustaubmilben und Tierhaaren ist Schimmel die 4. häufigste Ursache einer allergischen Rhinitis“ so Professor Wolfgang Petro auf Bad Reichenhall zur „ Ärzte Zeitung “ . Gerade in dieser Jahreszeit gewinnt etwa Wohnungsschimmel an Bedeutung. Er kann sich ansammeln, weil Fenster wegen der Kühle, feuchten Witterung meist geschlossen bleiben. Hauptsächlich gedeiht er auf Dachböden, in Kellern, Bädern, Kühlschränken, Teppichen, Polstern und Mülleimern. Auch im Freien kommt derzeit vermehrt Schimmel vor. Entweder fliegen Gattungen wir Alternaria, Cladosporium uns Aspergillus in der Luft, oder sie wachsen im Erdboden, auf Blättern oder in rottendem Holz. Menschen mit Schimmelpilz-Allergie sollten den Kontakt mit Pilzen meiden.

Dazu gibt die Asthma Academy of Allergy and Immunology hier noch einige Tips:

  • Betroffene sollten abgefallenes Laub nicht zusammenrechen oder Gras mähen. Wer niemanden findet, der diese Arbeit übernimmt, könnte einen Atemschutz tragen.
  • Komposthaufen sollten nur weit vom Haus entfernt angelegt und nicht selbst umgegraben werden.
  • Wäsche sollte nicht nach draußen gehängt werden. Darin können sich Pilzsporen sammeln.
  • Betroffene sollten Zimmerpflanzen nicht überwässern, weil die feuchte Erden ein idealer Nährboden für Schimmel ist.

Quelle: Ärzte Zeitung vom 18. November 2006