6 Regeln gegen den Krebs

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, kann auch von der Lebensweise abhängen.
Wenn Sie dem Krebs weniger Chancen geben wollen, sollten Sie die hier aufgezählten sechs Regeln befolgen.

Regel 1:

Rauchen Sie nicht!

Raucher sollten so schnell wie möglich aufhören. Nichtraucher sollten erst gar nicht anfangen. Rauchen Sie bitte nicht in Anwesenheit anderer.
Etwa 90 Prozent der Tumore in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Bronchien und Lunge werden durch das Rauchen verursacht. Diese Organe werden deshalb “Raucherstraße” genannt.
Raucher haben auch ein erheblich höheres Risiko, an Blasen-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsen-Krebs zu erkranken.
Sofort aufgeben zahlt sich aus: Nach etwa fünf Jahren Rauchabstinenz sinkt das Risiko, an Krebs zu erkranken, um etwa 80 Prozent.

Regel 2:

Verringern Sie ihren Alkoholkonsum!

Die Rolle, die der Alkohol bei der Krebsentstehung spielt, wird häufig unterschätzt. Alkohol hilft krebserregenden Substanzen, ihre Wirkung zu entfalten. Deshalb sind Rauchen und Alkohol in Kombination besonders gesundheitsschädlich.
Männer sollten nicht mehr als 30g Alkohol täglich (ca. drei Gläser Wein zu je einem Achtel bzw. 0,7l Bier) und Frauen maximal 10 g Alkohol pro Tag (ca. 1 Glas Wein bzw. 0,3l Bier) trinken.

Regel 3:

Erhöhen Sie Ihren täglichen Verzehr an frischem Obst und Gemüse sowie an ballaststoffreichen Getreideprodukten.

Regel 4:

Vermeiden Sie Übergewicht!

Eine große Untersuchung in Dänemark ermittelte bei Übergewichtigen ein um 16 Prozent erhöhtes Krebsrisiko. Der Faktor Übergewicht scheint sich vor allen in Kombination mit anderen Risikofaktoren – u.a. mangelnde Bewegung, Rauchverhalten und Alkoholkonsum – zu verstärken.

Regel 5:

Vermeiden Sie übermäßige Sonnenbestrahlung!

Schützen Sie sich immer vor einem Sonnenbrand. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie die Sonne meiden. Das gilt ganz besonders für Kinder. Und gehen Sie am besten nicht ins Solarium.

Regel 6:

Schutz am Arbeitsplatz!

Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften, die vor einem Kontakt mit krebserregenden Stoffen schützen sollen. Man schätzt, dass zwischen vier und acht Prozent aller Krebserkrankungen durch Einflüsse der Arbeitswelt verursacht werden.

So entwickelt sich ein bösartiger Tumor:

Im Gewebe tritt eine entartete Zelle (hier rot gezeichnet) auf. Sie hat eine erhöhte Neigung, sich zu teilen.

Die bösartige Zelle und ihre ebenfalls bösartigen Tochterzellen vermehren sich zu stark. Ein unkontrolliertes Zellwachstum beginnt. Die Krebszellen bilden größere Zellkomplexe, die sich mit zunehmender Dichte zu einer Geschwulst, einem Tumor, entwickeln.

Die Wucherung der Krebszellen zerstört Nachbargewebe.

Beim Vorwachsen in tiefere Gewebeschichten treffen die Tumorzellen auch auf Blut- und Lymphgefäße. In diese können sie eindringen und so mit dem Blut- und Lymphstrom im Körper verstreut werden. Haben sich Krebszellen an anderen Körperstellen angesiedelt, wird von Metastasen bzw. Tochtergeschwülsten gesprochen.