Schlechte Luft im Flugzeug – warum ist das so?

Beim Fliegen hat man schnell einen trockenen Mund und hat das Bedürfnis etwas zu trinken. Dies ist leicht erklärlich, da die Luft der Klimaanlage im Flugzeug kaum mehr als 10% Luftfeuchtigkeit hat. Dies ist nur ein Bruchteil der normalen Luftfeuchtigkeitswerte, die in Mittel-Europa herrschen.

Durch die Trockenheit der Luft trocknen Haut und Schleimhäute schnell aus. Um dies zu vermeiden, sollte man während des Fluges viel Flüssigkeit, am besten in Form von Wasser oder Fruchtsäften zu sich nehmen. Hierdurch erhalten die Schleimhäute vermehrt Feuchtigkeit und können sich damit auch besser gegen die Belastung von in der Luft schwebenden Bakterien wehren.

Technisch bedingt wird im Flugzeug für die Luftversorgung nicht ständig neue Luft verwendet, sondern auch bereits „veratmete“ Luft wiederaufbereitet, so dass sich die Luft im Verlauf des Fluges immer mehr mit Bakterien anreichern kann. Auch der herrschende niedrige Luftdruck ( entspricht Luftdruck in 2000-2500 m Höhe) im Flugzeug kann manchem Reisenden ein Problem bereiten.

Besonders betroffen sind hierbei Patienten mit Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen und Patienten, die am Auge oder Ohr operiert worden sind.

Diese sollten vor der Reisebuchung unbedingt ihren Arzt fragen, ob für sie die geplante Reise mit Flug geeignet ist. Wenn die Erfahrung gemacht hat, dass man beim Fliegen durch die unterschiedlichen Druckverhältnisse Ohrenschmerzen bekommt, erleichtern neben Nasentropfen auch Gähnen und kräftiges Schlucken den Druckausgleich im Ohr.

Quelle: Boehringer Ingelheim – medworld