Laufsportwettbewerbe – eine echte Herausforderung

Eine individuelle Bestzeit zu laufen ist sowohl für den Anfänger als auch den Fortgeschrittenen eine grosse Herausforderung. Egal ob man erstmals einen 3- oder 5.000 m Lauf oder Marathonlauf wagt oder auch als ambitionierter Wettbewerbsläufer, der aktuell versucht eine möglichst gute Zeit zu laufen, ist das gesteckte Ziel eine Herausforderung, die einer allgemeinen und und läuferischen Vorbereitung bedarf.

Dazu gehört neben einer möglichst richtigen Vorbereitung, einer angepaßten Ernährung und der witterungsgerechten Bekleidung auch das richtige Haushalten mit seinen Kräften während des Laufes.

Wer einen Sinn darin sieht, seine Leistungsgrenzen kennenzulernen und damit seine im Training erworbene Willensschulung einzusetzen, findet beim Ausdauersport sein Betätigungsfeld. Phasen des Hochgefühls, der Selbstüberwindung, der Stärke, der Schwäche alles ist bei einem Wettbewerb möglich. Entscheidend ist dann in vielen Situationen der Kopf, die Psyche. Bei einer richtigen Einstellung weiß man aufgrund des vorangegangenen Trainings, dass die auftretenden Schwierigkeiten gemeistert werden können. Das darf insbesondere im Mastersalter nicht so weit gehen, dass auch bei auftretenden gesundheitsgefährdenden Problemen der “Wettkampf” unbedingt durchgestanden werden muss. Dieses wäre mehr als töricht. Vergessen wir nicht den elementaren Grundsatz: “Sport soll der Gesundheit dienen und nicht – die Gesundheit dem Sport!”Aus diesem Grunde wird auch der Begriff “Wettbewerb” bevorzugt und vermeidet den üblichen Begriff “Wettkampf”. Kämpfe werden leider auf ganz anderen Ebenen ausgetragen.

Lauf- und Ausdauersportwettbewerbe vermitteln Genugtuung, Freude, Zufriedenheit und Selbstbestätigung

Jeder Finisher von Laufwettbewerben, egal welche Distanz er durchlaufen hat, verspürt nach den erfolgten Anstrengungen ( nicht Qualen ) wohltuende, häufig noch nicht erlebte Gefühle wie Zufriedenheit, Freude, Genugtuung und eine große Selbstbestätigung. Das Erreichen der Ziellinie wirkt wie eine körperliche und geistige “Befreiung”, selbst dann, wenn man einen Wettbewerb hinter sich hat, in dem nicht alles nach Plan verlaufen ist. Die Gefühle nach einer sportlichen Betätigung sind zu vergleichen mit dem Bestehen einer Prüfung.

Lauf- und Ausdauersportwettbewerbe bedeuten noch echtes Erleben und stellen ein kalkulierbares Abenteuer dar

Auch nach vielen hundert Starts bei Ausdauerwettbewerben ist jeder Start immer wieder ein reizvolles, ja abenteuerliches Ereignis. Niemand kann vor einem Start alle auftretenden Probleme und Schwierigkeiten abschätzen, man muss sie auf sich zukommen lassen und dann so gut wie möglich meistern.


Das kalkulierbare Abenteuer bei Ausdauerwettbewerben, vornehmlich auf den längeren Strecken, ist etwas, das selbst die Reichen dieser Welt sich nicht erkaufen können. Die besten und teuersten Schuhe, das eleganteste Sportdress oder der eigene Trainer sind keine Garanten für einen erfolgreichen Wettbewerb. Jeder Athlet muss seine Leistung beim Ausdauersport aus eigenen Kräften erbringen.

Lauf- und Ausdauersportwettbewerbe schaffen sportliche Anreize

Viele Sportler, ob mehr breitensport- oder mehr leistungssportmäßig orientiert, finden einen besonderen Reiz darin, sich zu verbessern. Das Erreichen der individuellen Leistungsgrenze ist jedoch erst nach einem mehrjährigen ( fünf bis sechs Jahre ) systematischen Training zu erreichen. Dieses setzt dann ein Training voraus, welches sich zuerst durch eine Zunahme an Quantität, später auch eine Zunahme an Trainingsqualität auszeichnet.

Weitere Informationen: www.huenerberg-running.de

Quelle: Condition

Autor: Ullrich Schäfer 2008