Latexallergie – Praktische Tipps und Hinweise

1. Im Alltag:

  • Meiden Sie latexhaltige Haushaltshandschuhe.
  • Nutzen Sie latexfreie Matratzen.
  • Achten Sie bei der Verhütung auf latexfreie Kondome und Pessare.

2. Im medizinischen Arbeitsbereich:

  • Nutzen Sie latexfreie Handschuhe als Schutzhandschuhe.
  • Sind die Atemwege betroffen, dürfen im gesamten Arbeitsbereich oder -umfeld keine gepuderten Latexhandschuhe verwendet werden.
  • Beachten Sie, dass alle latexhaltigen Artikel – auch Beatmungszubehör, Katheter und Blutdruckmanschetten oder Handschuhe von Kollegen (!) – Probleme bereiten können.
  • Achten Sie im zahnärztlichen Bereich auf Latex in Zungenspateln, Abdrucklöffeln u.a.m.
  • Kann durch verschiedene Maßnahmen keine Besserung erreicht werden, sollte die belastende Tätigkeit beendet werden. Auskünfte zur berufsbedingten Latexallergie geben spezialisierte Ärzte ( Allergologen ), aber auch die Landesanstalten für Arbeitsschutz.

3. Um im Arbeitsfeld der Entstehung der Latexallergie vorzubeugen:

  • Nutzen Sie ungepuderte Latexhandschuhe mit minimaler Allergen- bzw. Proteinkonzentration ( mindestens 30mg Protein pro Gramm Handschuh ).
  • Sind Sie bereits von Allergie betroffen oder leiden an einem Ekzem, sollten Sie sogar ausschließlich naturlatexfreie Handschuhe verwenden.
  • Nutzen Sie Handschuh, die keine Thiurame als Vulkanisationsbeschleuniger enthalten.
  • Seien Sie konsequent bei der Hautpflege, besonders bei bereits bestehenden Hauterkrankungen. Sie sollten schonende und rückfettende Händedesinfektionsmittel verwenden.

4. Um Beschwerden bei einer Naturgummilatexallergie zu vermeiden:

  • Vermeiden Sie jeden Kontakt zu latexhaltigen Produkten.
  • Latexallergiker sollten einen Allergieausweis haben und für den Notfall einen “No Latex-Button tragen. Für die Notfallbehandlung sollte ein jederzeit erreichbares latexfreies Notfallset bereitgestellt sein.
  • Nähere Auskünfte zu latexhaltigen Artikel und möglichen Alternativen erhalten Sie über die Latexallergie-Informationsgesellschaft L.A.I.V.e.V.; Postfach 210413, 72027 Tübingen.

Vorsicht bei Nahrungsmitteln und Zimmerpflanzen

Manche Nahrungsmittel und Pflanzen besitzen Substanzen, die mit den Allergieauslösern von Naturlatex verwandt sind ( Kreuzallergene ). In seltenen Fällen werden diese Nahrungsmittel oder der Kontakt mit diesen Pflanzen auch nicht vertragen. Hierzu gehören:

  • Ananas
  • Avocado
  • Banane
  • Cashewkerne
  • Esskastanie
  • Feige
  • Honig- und Wassermelone
  • Karotten
  • Kiwi
  • Mango
  • Maracuja
  • Papaya
  • Paprika
  • Tomate
  • Walnuss
  • Salate (u.a. Chicoree, Endivien, Kopfsalat )
  • Ficus benjamini ( Birkenfeige )
  • Gummibaum
  • Kakteen
  • Oleander
  • Weihnachtsstern

Quelle: Allergie-Informationsdienst