Gesetzmäßigkeiten des Schlafens

  1. Schlaf findet in verschiedenen Rhythmen statt, bei denen leichter und tiefer Schlaf sowie Traum- und Nicht-Traum-Phasen unterschieden werden. Jede der vier Phasen dauert ca. 90 Minuten.
  2. Die Tiefschlafphasen werden im Wesentlichen schon rasch während des ersten und zweiten Schlafzyklus durchlaufen. So ist auch bei einem nur zweistündigen Schlaf gesichert, dass der wichtigste Teil des Schlafes für den Körper zur Verfügung steht.
  3. Die Nicht-Traum-Phasen sind ohne Schaden auch durch Dösen, entspanntes Liegen oder Tagträumen ersetzbar.
  4. Alle Schlafzeiten, auch der Mittagsschlaf, müssen zusammengezählt werden, wenn über ausreichende oder unzureichende Schlafzeiten gesprochen wird. Dabei mindert sich das Schlafbedürfnis im Laufe des Lebens auf wenige Stunden im hohen Alter.
  5. Die sicherste Methode, Schlaflosigkeit zu erreichen, ist unbedingt schlafen zu wollen!
  6. Tranquilizer, Alkohol und Appetitzügler zerstören die Traumphasen, und so den Nutzen des Schlafs. Sie führen schnell in die körperliche und seelische Sucht.

Unsere Empfehlungen zum gesunden Schlaf:

  • Vermeiden Sie Mittagsschlaf als auch den Schlaf vor dem Fernseher.
  • Benutzen Sie Ihr Bett nur bei ausreichender Müdigkeit und nur zum Schlafen.
  • Erfinden Sie Ihr eigenes, angenehmes Abendritual:
  • zum Beispiel eine Runde im Park Spazierengehen, ein schönes Buch (eher keinen »spannenden« Krimi) lesen und/oder ein Bad nehmen

  • Vermeiden Sie als Schlafmittel oder regelmäßigen Alkoholkonsum, da diese die Traumphasen zerstören.
  • Trinken Sie keinen Kaffee oder Tee 4-6 Stunden vor der gewünschten Einschlafzeit.
  • Sollten Sie nachts wach werden und nicht wieder einschlafen können, warten Sie nicht auf den Schlaf. Stehen Sie auf und nutzen Sie die Zeit, z.B. zum Lesen oder Anwenden eines Entspannungsverfahrens
  • Legen Sie sich erst wieder hin, wenn Sie wieder müde sind.
    • Achten Sie auf regelmäßige körperliche Aktivität
    • Verzichten Sie auf schwere Mahlzeiten am Abend
    • Verringern Sie Ihre geistige und körperliche Anstrengung allmählich vor dem gewünschten Einschlafzeitpunkt
    • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre in Ihrem Schlafzimmer
    • Vermeiden Sie das ständige Kontrollieren der Zeit während der Wachphasen.
    • Sofern Sie es noch nicht getan haben, erlernen Sie ein Entspannungsverfahren, z. B. die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen.
  • Weitere Begleitmaßnahmen:

    Darüber hinaus ist es sinnvoll, morgens zur gleichen Zeit aufzustehen, unabhängig von der vorher geschlafenen Zeit – auch am Wochenende.

    Für weitere Informationen wenden Sie gerne an unser Praxisteam und vereinbaren einen Beratungstermin.

    Quelle: Forum HNO (8) 2006